Im 15. Jahrhundert besann man sich in Italien plötzlich wieder auf die antiken Ideale: die alten Römer hatten das Landleben so idyllisch beschrieben, daß es die Menschen 400 Jahre später wieder in die Natur hinauszog. Als Kulisse zum Philosophieren und zum Genießen der schönen Künste benötigten die Italiener allerdings noch den richtigen Garten. 
Zwei Namen prägten den Italienischen Renaissancegarten am nachhaltigsten: Leon Battista Alberti und Donato Bramante.
Leon Battista Alberti, seines Zeichens Architekt, schuf eine Proportionslehre, die nicht nur seine damaligen Kollegen beeinflußte, sondern auf die auch moderne Gartenarchitekten gerne zurückgreifen. Sein Ziel war es, durch perfekte Symmetrien und Proportionen eine Harmonie zu schaffen, in der Haus und Garten zu einer Einheit verschmolzen.
Auch Donato Bramante nahm sich die "Alten" wieder zum Vorbild (die ja schon immer alles besser gewußt haben). Ihm verdanken wir die Villa del Belvedere, in die er alle Elemente des Renaissancegartens kunstvoll verpackte. 
Die Kennzeichen des Italienischen Gartens sind folgende:
- eine zentrale Achse, die durch die Mitte des Hauses geht
- Querachsen, die die Zentralachse schneiden
- die dadurch entstehenden Räume liegen meist - weil es in der Toskana
sehr hügelig ist - auf verschiedenen Ebenen
- bequeme Stufen und Rampen verbinden die einzelnen Ebenen miteinander
- Pergolen, Spalierbäume und mit Wein bewachsene Laubengänge trennen die Räume voneinander
- immergrüne Gehölze, Mauern und Wasser sind die wichtigsten Elemente, die immer wieder vorkommen
Da die Gärten meist auf Hügeln liegen, hat man von dort eine wundervolle Aussicht auf die umliegende Landschaft, die dadurch perfekt in den Garten eingebunden wurde. Die Landschaft wurde also Teil des Gartens, und der Garten wurde Teil des Hauses - oder umgekehrt. |